Museum "Haus der Weimarer Republik" in Weimar - Ansicht mit Kunsthaus, ehemaligem Zeughaus und Erweiterung

Ansicht Zeughausplatz

Ansicht Museumsgarten

Ansicht Theaterplatz

Lageplan

Grundriss Ausstellungsgeschoß

Perspektive mit Fragmenten des ehemaligen Zeughauses

 

Museum "Haus der Weimarer Republik" in Weimar

Ein Haus der Demokratie

 

Realisierungswettbewerb 2017

 

Ankauf

 

Das neue „Haus der Weimarer Republik“ steht für Offenheit, Transparenz und Flexibilität. Es ist ein Haus für die Menschen, für die Freiheit und für die Demokratie. Diese Vision für das „Haus der Weimarer Republik“ versucht der Entwurf baulich umzusetzen. Wir begreifen es als Chance für das „Haus der Weimarer Republik“ die historischen Fragmente nicht nur jeweils zu ergänzen oder das historische Zeughaus-Gebäude in seiner ursprünglichen Kubatur (neben dem Museumsbau) wieder erlebbar zu machen, sondern vielmehr aus diesen historischen Schichten und Fragmenten ein einheitliches Gebäude für die Gegenwart und die Zukunft zu entwickeln, ein einheitliches Haus, welches durchgehend offen, flexibel, frei bespielbar, demokratisch, barrierefrei und transparent ist und sich in dieser Sprache auch nach außen präsentiert. Der neue Erweiterungsbau gliedert, strukturiert und verbindet die einzelnen bestehenden Gebäudeteile mit ihren verschiedenen Ebenen. Er ordnet die bestehenden Höhenniveaus und bildet dabei gleichzeitig eine verbindende offene Gebäudehülle mit hoher Flexibilität und Möglichkeiten für vielseitigste zukünftige Nutzungen.

 

Flexibilität und Offenheit

Das neue gläserne Forschungs- und Veranstaltungszentrum auf den historischen Mauern des ehemaligen Zeughauses verbindet sich mit dem historischen Museumsgebäude über die beiden Ergänzungsbauten im Norden und Süden. Ein durchgängiges öffentliches Haus entsteht. Das gesamte Haus lässt sich als eine durchgehende museale Fläche frei bespielen, für mögliche Jubiläums- oder Sonderausstellungen, ein durchgehender Rundgang durch das gesamte Haus ist möglich. Das Museum lässt sich auch unabhängig vom Veranstaltungs- und Seminarbetrieb nutzen. Darüber hinaus sind vielseitigste parallele Nutzungsvarianten möglich, Parallelveranstaltungen, Einzelseminare, Lesungen, wissenschaftliche Kongresse. Der stützenfreie Neubausaal lässt vielseitige flexible Aufteilungen zu. Einige Nutzungsvarianten sind in den Piktogrammen auf den Plänen veranschaulicht. Für multimediale Bespielungen und Vorträge mit Projektionen können definierte Bereiche der Fassade verdunkelt werden. Das neue Veranstaltungs- und Forschungszentrum bietet großzügige Ausblicke über den gesamten Zeughofplatz. Das Cafe mit Freisitz ist an zentraler städtischer Stelle direkt südlich zur kleinen Gasse am Museumsbau vorgesehen, das Cafe lässt sich auch für möglichen Abendbetrieb autonom vom Museumsbetrieb zur Veranstaltung hinzuschalten, auch mit direktem Eingang, der Shop ist für diese Zwecke abtrennbar. Der Garderobenbereich kann je nach Nutzung auch für den Forschungs- und Seminarbetrieb hinzugeschaltet werden. Auch der große Saal im Museum kann zum Forschungszentrum für Veranstaltungen hinzugeschalten werden, auch autonom vom Museum, mit separatem Eingang. Die Verwaltung ist im Erdgeschoss der historischen Zeughausmauern geplant. Ein großer Besprechungsraum mit raumhoher Verglasung und Ausblick auf den Zeughofplatz, ein Bibliotheksraum, sowie kleinere Büroräume beherbergen die Verwaltung des neuen Zentrums. In der historischen Türöffnung des Zeughauses ist der neue Eingang zum Forschungs- und Veranstaltungszentrum vorgesehen.

 

Ein neues zeitgemäßes Haus entsteht und macht Weimar auch im 21. Jahrhundert zu einer ersten Adresse im Geiste der Demokratie, offen, transparent, frei, einladend zum Austausch. Eine Agora, ein Forum für die Bürger. Das neue Haus zeigt bereits nach außen mit seiner ganzen Erscheinung das Wesen der Demokratie.

 

© Fotos, Pläne Rustler Schriever